Anmerkung 7

Automatisierungstraining
In der Vergangenheit hat sich mein Automatisierungstraining nach Krüll bestens bewährt. Inhalte, von denen das Kind ein gewisses Verständnis bereits besitzt, müssen in Aufgabenform innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gelöst werden (als gezielter schneller Abruf arithmetischer Fakten). Dabei wird der Ehrgeiz geweckt und bewusst eine leichte Stresssituation erzeugt. Dies gilt sowohl für das schnelle Kopfrechnen als auch das Blitzrechnen. Blockaden und negative Gefühle der Mathematik gegenüber können so langsam abgebaut werden. Besonders effektiv ist die Automatisierung für die Denkentwicklung, da im Arbeitsspeicher des Gedächtnisses neue Kapazitäten für neu zu lernende Zahlbeziehungen frei werden.
Hinzu kommt die ständige Fehlerkontrolle und –analyse, so dass das Training im Anspruchsniveau angepasst werden kann.
Vgl. Kaufmann, Liane / Handl, Liane / Delazer, Margarete,
»Wie Kinder rechnen lernen und was ihnen dabei hilft – eine kognitiv-neuropsychologische Perspektive«,
in: Michael von Aster/Jens Holger Lorenz (Hg.),
»Rechenstörungen bei Kindern – Neurowissenschaft, Psychologie, Pädagogik«
Göttingen 2005, S. 187/188
und Krüll, E. (1996):
»Rechenschwäche – was nun?”
München

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